Vom Ursprung her ist Taichi aus den Schlachten und Feldzügen, also die Fähigkeit höchst effektiv zu kämpfen, entstanden. Nicht zu vergessen, es ging um Leben und Tod.

Dieser Aspekt ist sehr wichtig, um Taichi aus seinen Wurzeln zu verstehen, er darf aber nicht missverstanden werden. Taichi ist eine „innere Kampfkunst“ und wer sich selbst gemeistert hat, ist unbesiegbar.

Die gesundheitlich fördernde Wirkung in Körper und Geist im Taichi ist unumstritten und nicht ohne Grund, denn der Energiehaushalt (Yin und Yang) wird in Balance gebracht. Der Geist wird klar; der Körper bewusst.

Nicht zuletzt entzückt der Chen - Stil durch seine Grazie und seine Dynamik. Die Bewegungen, filigran so wie die eines Schmetterlings, blitzschnell wie die einer zu stoßenden Schlange oder auch kraftvoll wie die eines Bären. Eine Augenweide, dennoch es ist nur unsere ureigenste angeborene natürliche Bewegung! Sie ist spiralförmig und ganzheitlich. Freudvoll und rein.

Wenn wir lernen uns in dieser Art, konzentriert, zentriert und gelöst zu bewegen und unser Menschsein als Einheit von Körper, Geist und Seele mit ganzem Herzen einbringen, wird es zur wahren inneren Kampfkunst und Selbsterkenntnis. Dann kehren wir zurück zu Wuji (dem Verschmelzen von Yin und Yang), dem leeren Kreis, dem Ursprung aller Dinge.

Im buddhistischem Sutra von „der Versenkung im kostbaren Spiegel“ heißt es: „Der Mann aus Holz fängt zu singen, die steinerne Frau zu tanzen an.“

Zur Praxis: das Üben und Einüben findet in Kleingruppen statt.
Inhalte sind:

  • die stehende Säule (Zhanzhuang) – in Japan auch „ritsuzen“ stehendes Zen genannt,
  • die Seidenübungen (Cansigong) – energetische Basisübungen,
  • die Formen (Taolu) – als Basis zuerst der „Alte Rahmen“ (lao jia yi lu),
  • Waffen (Wuqi) – Schwert, Stock, Hellebarde, Doppelschwert,
  • Schiebende Hände (Tuishou) - Einüben von Partnerroutinen,
  • Anwendungen (Fangshengshu) – das „Prinzip“ anwenden.

Wir freuen uns über jeden, der diese edle innere Kampfkunst erlernen will.